#4sqcamp …auch die erste.

…und wo ich gerade beim nerdveranstaltungsfotosverbloggen bin:
vor einer etwas längeren weile, ende januar, fand ja auch noch das weltweit erste barcamp zu foursquare und anderen location-based webdiensten statt. wiederum organisiert vom immer umtriebigen @achimh, der sich in letzter zeit unermüdlich für eine belebung der ruhrgebietswebszene einsetzt und dafür allen respekt verdient. auch hier hat er ein echtes sahnestück an location aufgetan: das dortmunder U, wahrzeichen und kulturelles prestigeprojekt meiner heimatstadt. das camp lief nicht nur meinem eindruck nach sehr entspannt und reibungslos ab und entgegen einiger bedenken im vorfeld gab das offensichtliche nischenthema genügend gesprächststoff für 2 gut gefüllte camptage ab. angereichert mit einem warmup im barrock und einer abendveranstaltung bei herrn walter ergab das #4sqcamp ein rundum gelungenes barcampwochenende. eigentlich wollte ich hier gar nicht groß von alten kamellen schwafeln, sondern eigentlich nur auf die fotos hinweisen, die ich natürlich dort gemacht habe. einerseits, weil man mich nett drum gebeten hat, andererseits, weil ich’s eh nicht lassen kann. hier eine kleine übersicht. mehr und größer bei flickr.

#twdo der erste

neulich gab es den ersten twittwoch in dortmund im medienhaus lensing. ich hab mal vorbei geschaut und ein paar schnappschüsse gemacht.
schönen dank an dennis, achim, romy, philipp und die ruhr nachrichten für die organisation & gestaltung des abends.

sitzgelegenheit (rot)

philharmonie, essen.

 

hinterm borsigplatz geht’s weiter

hätte mir letztes jahr wer gesagt, ich würde in absehbarer zeit nach nicht mal drei jahren aus meiner gemütlichen junggesellenbutze unten am hafen ausziehen, hätte ich vermutlich nur verständnislos den kopf geschüttelt. Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt und nach fast 10 jahren „eheähnlicher jungs-wg“ in der nächsten querstraße habe ich es genossen mal so komplett eigene mehr-als-vier wände zu haben. ihr ahnt es schon. es kommt wie es kommen muss. nämlich ganz anders. es ist ja so eine verlässliche tendenz des lebens, dass es meistens nicht verlässlich ist. aber mal im ernst: das wäre ja auch schrecklich langweilig. veränderung ist gut. ganz besonders, wenn sie in form einer wundervollen frau daher kommt, in die ich mich, das wird man ja wohl noch sagen dürfen, fachgerecht verliebt habe. schön, oder? …find ich auch! :)

Romy&SimonPhoptobooth

jetzt will ich die ganzen überlegungen und umstände gar nicht weiter erläutern, fakt ist: wir ziehen zusammen. hier in dortmund . ein großer schritt für mich, ein noch viel größerer und mutigerer für romy. sie kommt nämlich aus hamburg in den pott gezogen. jajaa, ich habe schon einige erstaunte gesichter geseh’n und oft genug gehört: „aus dem schönen hamburg? nach dortmund? wer macht denn sowas?“. aber wir haben ja schon festgestellt: das leben macht die verrücktesten dinge. ;) und um das noch mal klar zu stellen: der ruhrpott hat einiges zu bieten. immernoch und immer wieder. ihr könnt euch da gerne mal selbst von überzeugen wenn ihr euch nur traut. ausserdem war es ihre eigene idee und freie entscheidung, die ich bewundernswert finde und über die ich mich ganz außerordentlich freue.

aber auch für mich ist das ’ne große sache. vielleicht nicht geografisch, zur neuen wohnung sind’s knapp drei kilometer, aber für einen grumpy langzeitjunggesellen wie mich ist das schon ein ganz neues leben das da vor der tür steht.  klar hab ich etwas schiss. hoffentlich klappt das alles wie man es sich so vorstellt, hoffentlich stell ich mich nicht zu doof an. aber hey, man muss auch mal was wagen und dinge einfach tun. und das leben macht ja sowieso was es… ach ja, ich erwähnte es bereits. ;) ich jedenfalls hab da richtig lust drauf und freu mich wie bolle!

aber jetzt mal butter bei die fische: wo geht’s denn hin? erstmal die traurige nachricht: nach fast dreizehn jahren (glaube ich zumindest) verlasse ich mein geliebtes viertel, welches google maps ganz poetisch „hafen-südost“ nennt. ich mag die ecke sehr, mit meinem zweiten wohnzimmer, dem subrosa als kulturellem fixpunkt, dem sissikingkong und mit dieser aufkeimenden neuen szene um den rekorder und das rockaway beat. und wenn man auf der brücke zum alten hafenamt steht und über den containerhafen schaut, bekommt man schon manchmal fernweh im miniaturformat. dass man dafür von einer langjährigen hamburgerin wie romy nur ein wohlwollend mitleidiges lächeln erntet, muss man dabei wohl verschmerzen. ;)

Dortmund Hafen

die gute nachricht: wir bleiben im norden, nur weiter im osten. klingt verwirrend, heisst aber nichts anderes als das wir eine wirklich schicke, komplett neu sanierte und renovierte wohnung zwischen borsigplatz und hoeschpark gefunden haben. und jetzt kommt mir nicht mit: uhh nordstadt, da wird man doch direkt erschossen!!1!!11!!! ich denke, ich lebe lange genug in der ecke um sagen zu können, dass dieses ganze ghetto geunke weithin überzogen ist und interessanterweise in den meisten fällen von leuten kommt die noch nie im salon fink mitten auf dem nordmarkt einen kaffee getrunken haben. natürlich ist hier nicht alles super, wer das will kann sich ja ne designervilla mit blick auf den phoenixsee kaufen, aber ich wurde in 13 jahren nordstadt auch nicht nur einmal doof angequatscht, habe dafür aber viele herzliche, ehrliche (wenn auch manchmal etwas verranzte) menschen getroffen. ich glaube das hat viel mit der einstellung zu tun mit der man dem viertel und seinen mitmenschen begegnet. jetzt ist aber auch genug mit hyperlokalpatriotismus…
ich muss aber gestehen, dass die ecke hinterm borsigplatz schon ziemlich außerhalb meines wahrnehmungsbereichs lag. ein kumpel wohnte bis vor kurzem 1-2 straßen vor dem großen kreisel mit sporthistorischem legendenstatus, aber alles was dahinter lag kannte ich nur vom dran vorbeifahren richtung b236 und den beiden großen autobahnen. nun habe ich mich ein paar mal dort umgeschaut und muss sagen: durchaus nett. von der struktur und den häusern ist es kein großer unterschied zu meiner jetzigen nachbarschaft nur ohne hafen. dafür gibt es aber den schönen hoeschpark der direkt am ende der straße beginnt samt kleinem wald, dem kleinsten freibad dortmunds und der heimat der „dortmund wanderers“ einem erstliga baseballverein (aus der reihe: was es so alles gibt). und dahinter liegt die riesige hoesch-brache die sich, wie ich hörte, auch mal zu erkunden lohnt.
genug gefaselt: der große umzug findet am 19.12. statt (wie ich gerade durch zufall herausgefunden habe das gründungsdatum des bvb an genau dieser stelle) und wer da morgens in hamburg oder nachmittags in dortmund etwas zeit hat und uns unterstützen möchte ist herzlich eingeladen und ewige dankbarkeit und ein bierchen seien ihr/ ihm auch sicher. ;)

ich jedenfalls freu mich auf die zukunft… da drüben, hinterm borsigplatz.

Borsigplatz
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always be ready for jazz!

listener im fzw in dortmund.

zuletzt habe ich sie vor einer ganzen weile mal im steinbruch in duisburg live erlebt. da noch als duo mit laptopunterstützung. damals wirkte alles viel intimer, etwas ruhiger und noch wesentlich irrer, was natürlich auch an der kleineren location gelegen haben mag. heute war es eine dreiköpfige, sehr laute rockband mit einem immernoch auf eine sympathische weise schrägen „sänger“, dan smith, der doch eigentlich nur voller inbrunst gedichte in die welt heraus brüllt und dazwischen so höfliche & liebevolle, wie wirre ansagen improvisiert. die rockigkeit & lautstärke steht ihnen gar nicht mal schlecht, aber wirklich gepackt haben mich dann doch eher die etwas ruhigeren stücke, die sich wie soundcollagen um smith’s eindringliche spoken word ausbrüche legen. und wenn dann noch zur seltsam überdimensionierten trompete gegriffen wird, haben sie mich wieder, wie damals in duisburg.

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die fotos gibt’s wie immer in besser & größer bei flickr.